1994 hat die Biologin Wendy Northcutt den Darwin-Award erfunden. Der Preis wird Jahr für Jahr zu Ehren von Charles Darwin, dem der Vater der Evolutionslehre vergeben, welcher heute 200 Jahre alt geworden wäre.
Er ist einer der Preise, welcher nicht gerade zu den erstrebenswerten Auszeichnungen zählt, denn wer für diesen Preis nominiert wird hat sich durch außergewöhnliche Dummheit mit fatalen Folgen für sich selbst ausgezeichnet.
Laut Wendy Northcutt lassen sich die Preisträger nicht von schnöden Warnschildern vor der natürlichen Auslese bewahren. So wurde beispielsweise der zerstreute Terrorist mit einem Preis ausgezeichnet, der zu wenig Porto auf seine Briefbombe klebte und das zurück erhaltene Paket später selbst wieder öffnete.
Das Prinzip der natürlichen Auslese hat Charles Darwin hat als Motor der Evolution erkannt. Die Individuen, die sich am besten an ihre Umwelt angepassten haben, können sich durchsetzen und fortpflanzen, die anderen sterben aus. Die Gewinner des Darwin-Awards schaffen es, sich auf derart blödsinnige Weise aus dem Genpool zu eliminieren, dass dadurch das langfristige Überleben der Art gesichert wird.
Wendy Northcutt hatte 1994 als Molekularbiologin an der Stanford University in Kalifornien eine Website erstellt, auf der eine schnell wachsende Fangemeinde potentielle Kandidaten für den Darwin-Award melden können. Die Wissenschaftlerin hat inzwischen ihr Hobby zu ihrer Lebensaufgabe gemacht. Die Nominierten müssen lediglich erwachsen und voll zurechnungsfähig sein sowie durch eigenes Verschulden auf haarsträubend dumme Weise aus dem Genpool der Menschheit ausscheiden.
Eine Fallschirmspringerin sparte am falschen Ende als sie sich im Oktober 1999 im kalifornischen Yosemite-Nationalpark über alle Verbote hinwegsetzte und von einer 1700 Meter hohen Granitwand sprang. Sie lieh sich vorab einen billigeren Ersatzschirm, weil sie wusste, dass die Ranger ihre Ausrüstung anschließend beschlagnahmen würden. Im Gegensatz zu ihrer eigenen Ausrüstung befand sich die Reißleine aber am Bein statt auf dem Rücken. Die Frau hat sich die Zeit, sich mit dem neuen Schirm vertraut zu machen gespart.
Auch sehr abenteuerlich war ein 34 Jahre alter Amerikaner, der seinen LKW in voller Fahrt reparieren wollte. Während sein Beifahrer das Steuer des Fahrzeuges auf dem Highway übernahm, kletterte er unter den Lastwagen und suchte nach der Quelle eines seltsamen Geräuschs.
Ebenfalls ausgezeichnet wurde ein New Yorker, der sich eine 3,60 Meter lange Würgeschlange als Haustier hielt, diese aber zu füttern vergaß.
1999 wollte in England ein Dieb, der auf der Suche nach wertvollem Altmetall war, ein dickes Kupferkabel mit einem Bolzenschneider zerlegen. Dabei übersah er, dass es sich um eine Starkstromleitung mit 11.000 Volt handelte.
Ebenfalls Preise oder wenigstens eine “Lobende Erwähnung” bekamen auch Überlebende, die zumindest die Vererbung ihrer Gene unmöglich machten. Zum Beispiel Männer, die unbeschreibliche Spiele mit Staubsaugern trieben.
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Herrlich, das mit dem Terroristen habe ich schon irgendwann in den letzten Tagen gelesen*gg
Aber diesen Preis könnte man ( vielleicht nicht mit so fatalen Folgen*gg) manchmal täglich für unsägliche Dummheit vergeben!
Was gibt das nur für komische Preise. Mal ehrlich, alle die diesen Preis bekommen haben sind doof.
Das Blöde is ja…die armen haben ja nix mehr von dem Preis
Vielleicht auch besser so, so sind sie sich wenigstens ihrer unsäglichen Dummheit nicht mehr bewusst!