Ein Großteil der von Seagate vertriebenen Festplatten haben einen Fehler in der Firmware, welchen die betroffenen Festplatten ohne Vorwarnung ganz plötzlich ausfallen lassen. Seagate hat nun endlich reagiert und für einen Teil der betroffenen Modelle ein Firmwareupdate bereit gestellt.
Wichtig ist, dass das Firmwareupdate eingespielt wird, noch bevor sich der Fehler zeigt, weil die Festplatte sonst nicht mehr vom Computer erkannt wird und somit kein Firmwareupdate eingespielt werden kann.
Seagate hat jetzt für vier Modelle der Barracuda 7200.11 Serie ein Firmwareupdate veröffentlicht. Dieses Update der Version SD1A ist für die Modelle ST3500320AS (500 GB), ST3640330AS (640 GB), ST3750330AS (750 GB) und ST31000340AS (1 TB) welche die Firmwareversion SD15, SD16, SD17, SD18, SD19 oder AD14 haben. Alle anderen Modelle der Barracuda 7200.11 Serie sollen nur von dem Bug betroffen sein, wenn sie nicht eine CC- oder LC-Firmware besitzen. Ein Update für diese Modelle ist noch in Arbeit.
Ein Firmwareupdate für die ebenfalls betroffene Barracuda ES.2 Serie ist ebenfalls noch in Arbeit. Hier sind offensichtlich mehrere Modelle unabhängig von der Firmwareversion betroffen.
Für Festplatten der SV35 Serie ist ebenfalls noch kein Update erhältlich.
Dafür sind für Maxtor DiamondMax 22 Festplatten, ein Firmwareupdate verfügbar, welches für Laufwerke mit der Firmware MX15 oder höher vorgesehen ist.
Noch ein Tipp: Um die Support-Seiten überhaupt erreichen zu können, muss bei der Sprachauswahl auf der Seagate Internetseite im rechten oberen Bildschirmbereich stets “Englisch” ausgewählt sein. Recht enttäuschend, wenn man sieht wie grottenhaft schlecht der Internetauftritt der weltweit größten Festplattenherstellers ist. Solche Fehler dürfen in einem professionellen Internetauftritt einfach nicht passieren.
Wenn du dir nicht sicher bist, ob deine Platte wirklich ein Firmwareupdate benötigt, dann wende dich am besten per eMail mit Modell- und Seriennummer sowie gegenwärtigem Firmwareversion der Festplatte an den Seagate-Support (discsupport@seagate.com). Wegen des starken Andrangs musst du aber mit einer längeren Antwortzeit rechnen.
Die Firmwareupdates werden als ISO-Datei ausgeliefert, welche du vor Benutzung auf eine CD brennen musst. Wenn du noch nie ein Firmwareupdate gemacht hast, empfehle ich dir, dieses besser durch einen Techniker durchführen zu lassen.
Die Informationspolitik von Seagate ist immer noch unter alle Sau. So findet sich auf Seagates Internetseite weder eine Warnung für die betroffenen Modelle, noch einen Hinweis direkt im Supportbereich über die akute Gefahr für betroffene Kunden. Auch eine offizielle Pressemeldung sucht man im Pressebereich von Seagate vergeblich. Was mich wundert ist, dass dieses Verhalten nirgendwo in der Presse gerügt wird. Ich persönlich verurteile dieses Verhalten von Seagate und überlege ernsthaft als jahrelanger treuer Seagate-Kunde künftig die Produkte einer anderen Firma zu kaufen, weil mich das Verhalten von Seagate ehrlich gesagt extrem enttäuscht. Nichts zu sagen ist genauso wie lügen und keiner möchte mit einer Firma Geschäfte machen, die ihre Kunden anlügt.
Ich habe mir übrigens mal den Aktienkurs von Seagate angesehen und der sieht ehrlich gesagt gar nicht gut aus. Vor etwa einem Jahr stand die Aktie noch über 16 Euro und ist seit dem im Sturzflug und dümpelt nun bei knapp über 3 Euro rum. Also Wenn die Anleger der Firma kaum noch was zutrauen, sollte man wohl auch als Kunde diese Firma künftig meiden. Was hat man denn noch von versprochenen 5 Jahren Garantie, wenn die Firma bald Konkurs anmeldet?
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seagate rudert schon wieder zurück: http://www.heise.de/newsticker.....ung/122008
und laut diesem artikel kann es genau beim aufspielen dieser firmware zu dem ausfall kommen den das eigentlich verhindern soll…
Auf der Webseite Datenrettung Seagate Barracuda 7200.11 gibt es eine Liste von Bugfreien getesteten Firmware Updates.