Laut einem Bericht von The Tech Report hat sich Seagate bereit erklärt, die Kosten für eine Datenwiederherstellung für Festplatten, welche durch den Barracuda Firmware-Bug zerstört worden sind, zu übernehmen.
Um zu überprüfen, ob auch die eigene Festplatte betroffen ist, rät Seagate folgende Supportseite aufsuchen. Aber entweder bin ich zu blöd oder die Seite ist inzwischen wieder gelöscht. Weil ich sehe nur die Überschrift, aber keinen dazugehörigen Artikel. Vielleicht arbeitet Seagate aber auch gerade an dem Text. Ich habe nur einen älteren Screenshot von der Seite, wo zum Teil noch andere Informationen bzgl. betroffener Modelle stehen.
Update: Ich habe den Artikel in der Seagate Knowledgebase noch mal manuell gesucht und den Link angepasst, jetzt wird die Seite auch entsprechend richtig angezeigt. Der Link auf The Tech Report funktioniert nicht.
Auf der Seite findet man also alle betroffenen Serien, die da wären:
- Seagate Barracuda 7200.11
- Maxtor DiamondMax 22
- Seagate Barracuda ES.2 SATA
- Seagate SV35
Hier der Link zu dem Programm Drive Detect, mit dem man an die nötigen Daten seiner Festplatte kommt.
Hier nochmal alle betroffenen Modelle der einzelnen Serien:
| Barracuda 7200.11 ST31000340AS ST31000640AS ST3750330AS ST3750630AS ST3640330AS ST3640630AS ST3500320AS ST3500620AS ST3500820AS ST31500341AS ST31000333AS ST3640323AS ST3640623AS ST3320613AS ST3320813AS ST3160813AS |
Barracuda ES.2 SATA ST31000340NS ST3750330NS ST3500320NS ST3250310NS |
DiamondMax 22 STM31000340AS STM31000640AS STM3750330AS STM3750630AS STM3500320AS STM3500620AS STM3500820AS STM31000334AS STM3320614AS STM3160813AS |
Laut Seagate und The Tech Report sollen nun doch alle Modelle, also 1.5 TB, 1 TB, 750 GB, 640 GB, 500 GB, 320 GB und 160GB der Barracuda 7200.11 Serie, einige Modelle der Barracuda ES.2 Serie sowie einige Modelle von Maxtor, nicht aber die externen Festplatten Seagate FreeAgent® Desk und Maxtor OneTouch® 4 betroffen sein.
Seagate empfiehlt Besitzern betroffenen Geräte, so schnell wie möglich ein Firmwareupdate durchzuführen sich so schnell wie möglich mit dem Seagate Support in Verbindung zu setzen.
Update: heise berichtet, dass laut Seagate die neue Firmware noch nicht fertiggestellt ist. Betroffene Anwender sollen, so verspricht Seagate sofort Antwort auf eine eMail (discsupport@seagate.com) erhalten. Seagate benötigt dazu aber unbedingt die Modell- und Seriennummer der Festplatte. Diese kannst du, wie ich bereits weiter oben geschrieben habe mit dem kostenlosen Programm Drive Detect ermittelt, solange die Festplatte noch funktioniert. Ansonsten hilft nur der Ausbau der Festplatte, denn alle nötigen Daten befinden sich auf der Oberseite aufgedruckt.
Wenn Du eines der vom Barracuda-Bug betroffenen Modelle besitzt, dann kontaktiere den Technischen Support von Seagate am besten per eMail (discsupport@seagate.com) oder zur Not auch telefonisch (00-800-4732-4283 – Mo bis Fr von 8:00 – 18:00 Uhr), dann erhältst du dein Firmwareupdate, bzw. sollte deine Festplatte defekt sein, wird dir gesagt, was nun zu tun ist.
Extrem ärgerlich finde ich, dass Seagate immer noch keine offizielle Pressemeldung herausgegeben hat, umso rätselhafter woher heise und The Tech Report ihre Informationen haben. Auch findet sich auf der offiziellen Website von Seagate nicht ein Hinweis auf dieses Problem. Anscheinend versucht Seagate immer noch so wenig Wirbel wie irgendmöglich um dieses Disaster zu machen, nachdem sie vorher schon erfolglos versucht haben das Problem mit allen Mitteln totzuschweigen.
Michael Nickles schreibt auf seiner Internetseite:
Übrigens: Seagate hat inzwischen die Garantieleistung seiner Festplatten von 5 auf 3 Jahre reduziert. Das gilt für alle Seagate-Platten, die nach dem Stichtag 3. Januar 2009 gekauft wurden/werden.
Diese Aussage von Michael Nickles kann ich nicht bestätigen, da er zu seiner Behauptung keinerlei Quelle genannt hat und ich auch auf der Internetseite von Seagate keine solche Meldung finden kann. Im Gegenteil steht in allen Produktbeschreibungen weiterhin, dass die Produkte ( Barracuda®, Barracuda® ES, SV35) 5 Jahre Garantie haben. Sollte jemand diesbezüglich weitere Informationen haben, bitte ich um Quellen.
Update: Nach einem Hinweis habe ich versteckt im Supportbereich der englischsprachigen amerikanischen Seagate-Internetseite eine Garantiezeit-Übersicht gefunden. Aber keinerlei Hinweis darauf, dass diese Garantiezeiten auch auf deutsche Kunden zutreffen. Ich kann deutschen Kunden, die ihre Festplatte in diesem Jahr nach dem 03. Januar gekauft haben oder noch vorhaben diese zu kaufen, nur raten, sich auf die Informationen der deutschen Produktseite von Seagate zu beziehen, da dort immer noch steht, dass die entsprechenden Produkte eine 5 Jahre Garantie haben und genau das ist im Extremfall vor Gericht ausschlaggebend. Ein Händler/Hersteller kann doch nicht ein Produkt mit 5 Jahre Garantie bewerben und gleichzeitig versteckt irgendwo auf einer ausländischen Internetseite andere Angaben machen. Details erfährst Du aber bei deiner zuständigen Verbraucherberatung oder deinem Rechtsanwalt.
Danke an Hannes für den Hinweis auf den Artikel bei The Tech Report.
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8 Kommentare zu “Barracuda Firmware Bug: Seagate will Kosten für Datenrettung übernehmen”
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“Aber entweder bin ich zu blöd oder die Seite ist inzwischen wieder gelöscht. Weil ich sehe nur die Überschrift, aber keinen dazugehörigen Artikel.”
Der Text steht nur in englischer Sprache zur Verfügung, außerdem scheint es, als ob JavaScript und Cookies zugelassen werden müssen. Wenn es trotzdem nicht klappt, sollte man mal versuchen eine andere Sprache und dann noch einmal Englisch auszuwählen.
Den Hinweis-Dank gebe ich hiermit an sizeofanocean von ComputerBase weiter.
Schön, dass ich jetzt meine neue OneTouch 4 Plus anscheinend ohne weitere Bedenken in Betrieb nehmen kann. Schwieriger Start, vllt. klappt es dafür in Zukunft umso besser.
Viel Glück dagegen noch den Barracuda-Besitzern…
PS: Auch leicht nachtaktiv heute, Puh?
@Hannes
Ich habe den Beitrag nochmal manuell in der Datenbank gesucht und den Link angepasst, der Link von The Tech Report funktionierte nicht, meiner jetzt schon.
…kann man so sagen
meine 2 extHDDs hüpfen grad laut singend um den brennenden schreibtisch:
“ach wie gut das niemand weiß, das ich western digital heiß”
Betroffene User aus der ganzen Welt haben sich u.a. im MFSN-Forum zum Erfahrungsaustausch zusammengefunden. Im selben Forum wird eine Liste der toten Festplatten geführt und ständig aktualisiert, dort sollten sich Geschädigte mit ihren Festplattendaten eintragen.
@datenrettung
Das habe ich bereits im ersten Beitrag zu diesem Thema geschrieben. Das muss ich ja wohl nicht in jedem weiteren Beitrag wiederholen.