Mit De-Mail soll in Deutschland ab 2010 jedem Bürger ermöglicht werden, rechtsverbindliche Dokumente zu versenden, empfangen und somit Bank-, Versicherungs- und Behördenkommunikation sicher und verbindlich per Email abzuwickeln und damit sich und den jeweiligen Kommunikationspartnern Zeit und Geld sparen.
Partner des vom Innenministerium ausgehenden Projektes sind die Deutsche Telekom sowie die United Internet AG mit ihren Marken GMX, Web.de und 1&1.
Wieso das Innenministerium nach den vielen Datenschutzskandalen um die Telekom-Tochter T-Mobile gerade die Deutsche Telekom mit ins Boot geholt hat, ist mir ein Rätsel. Ich kann nur mutmaßen, dass dabei wieder mal Geld geflossen ist. Warum jemand ausgerechnet Web.de mit seinem lachhaft kleinen 12MB Postfach benutzen soll, ist mir ebenfalls schleierhaft. Zwar bietet GMX mit 1GB zwar schon ein größeres Postfach, aber Virenscanner und brauchbaren Spamfilter lassen sich GMX und Web.de bisher extra kosten, bzw. sind nur im kostenpflichtigen Tarif enthalten. Genauso IMAP und andere Features, welche beim komplett kostenlosen Google Mail allesamt kostenlos sind. Abgesehen davon, wird das Google Mail Postfach offensichtlich nie voll, da es ständig wächst. Ich nutze derzeit 192 MB (2 %) von insgesamt 7265 MB und das bei über 3000 Emails allein im Posteingang. Aber wie es bisher ausschaut, werde ich wohl gezwungen, sollte ich die DE-Mail nutzen zu wollen, entweder bei der Deutschen Telekom oder bei einem schlecht ausgestatteten, bzw. überteuerten Emaildienst Kunde zu werden.
Am 20. November 2008 wurde auf dem Nationalen IT-Gipfel das Pilotprojekt für ausgewählte Bürger, Unternehmen und Behörden vereinbart, welches in Friedrichshafen starten soll. Ziel des Pilotprojekts sei es, ein lebensechtes Szenario mit möglichst vielen Anwendungsbereichen der De-Mail zu entwickeln. Dazu sollen auch rechtsverbindliche Abschlüsse von Versicherungspolicen und die komplette Durchführung von Verwaltungsangelegenheiten im Netz gehören.
Ich frage mich, wer dafür gerade steht, wenn dabei was schief läuft.
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Ist die Antwort nicht trivial? Der Kunde/Bürger natürlich!
Wenn man sein Geschäftsmodell darauf aufgebaut hat Kundendaten und Schriftstücke zu durchsuchen und daraus ein Kundenprofil aufzubauen für Werbung und zum Weiterverkauf an Interessierte, dann kann man wie z.B. Google auch Software und Dienste einfach kostenlos anbieten.
Wer das in Ordnung findet, der kann so etwas nutzen.
Wer lieber seine Informationen und Daten für sich behält, der sollte sich nicht wundern das ein Dienstleister evtl. dafür auch bezahlt werden möchte.
So stellt sich eigentlich nur folgende Frage: Wie viel ist Dir Deine Privatsphäre und Sicherheit wert?
@Klaus Werner
Du meinst also bei der Telekom/T-Online/T-Mobile sind deine Daten sicher?
LOOOOOL
*lautlach*
Irgendwo habt ihr sicherlich beide Recht….
Um wirklich sicher zu sein bleibt wohl nur eine Möglichkeit:
Stecker ziehen und daheim einschließen.